Keine Strategie- kein Erfolg!

Es ist schon erstaun­lich wie eine Viel­zahl von Inves­to­ren Ent­schei­dun­gen tref­fen. Ins­be­son­de­re Inves­ti­tio­nen in Akti­en wer­den oft­mals zu unüber­legt und spon­tan getä­tigt. Der Grund: Es exis­tiert kei­ne durch­dach­te, auf Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen basie­ren­de Stra­te­gie oder aber die­se wird ein­fach nicht dis­zi­pli­niert umge­setzt.

Nach unse­rer Erkennt­nis sind Inves­to­ren ohne Stra­te­gie und Dis­zi­plin den jewei­li­gen Stim­mun­gen und Nach­rich­ten­la­gen (aktu­ell z.B. „Han­dels­krieg“, „Ent­wick­lung Infla­ti­ons­ra­te“) hoff­nungs­los aus­ge­lie­fert. Die durch sol­che Ereig­nis­se aus­ge­lös­te spon­ta­ne Ant­wort­su­che auf Grund­satz­fra­gen doku­men­tiert das Dilem­ma. Die­ser Umstand ist auch einer der Grün­de, war­um es pha­sen­wei­se immer wie­der zu irra­tio­na­len Unter­neh­mens­be­wer­tun­gen kommt. Es gibt eben nicht den effi­zi­en­ten Markt, son­dern vie­le, teil­wei­se „inef­fi­zi­en­te“ Markt­teil­neh­mer mit den unter­schied­lichs­ten Moti­va­tio­nen und Wis­sens­stän­den.

Des­we­gen gilt: Wer dau­er­haft erfolg­reich inves­tie­ren will, braucht eine Stra­te­gie. Sie gibt einem Anle­ger Ori­en­tie­rung und damit Sicher­heit. Eine gute Stra­te­gie beinhal­tet einen kla­ren Invest­ment-pro­zess und beschert Inves­to­ren nach­voll­zieh­ba­re Ergeb­nis­se. Zu die­ser Nach­voll­zieh­bar­keit gehört die Erkennt­nis, dass auch die bes­te Anla­ge­stra­te­gie Schwä­chen hat – ja Schwä­chen haben muss. Die Tat­sa­che, dass die Zukunft für alle Markt­teil­neh­mer unge­wiss ist, führt zwangs­läu­fig zu abwei­chen­den Ent­wick­lun­gen einer Stra­te­gie zu sei­ner Bench­mark oder zu den gesteck­ten Ziel­set­zun­gen. Die­sem unver­meid­ba­ren Fak­tum kann nur mit einem kla­ren Erwar­tungs­ma­nage­ment begeg­net wer­den: Was kann die Stra­te­gie und was kann sie eben nicht? Wel­che Stär­ken und wel­che Schwä­chen hat sie?

Anle­ger, die noch ohne Stra­te­gie agie­ren, soll­ten dies umge­hend ändern. Hier­bei ist zu beden­ken, dass eine Stra­te­gie immer auf einen lang­fris­ti­gen Anla­ge­ho­ri­zont abstellt. Sie muss also nicht nur im aktu­el­len Markt­um­feld funk­tio­nie­ren bzw. durch­ge­hal­ten wer­den, son­dern deut­lich dar­über hin­aus. Ein Blick auf ver­gan­ge­ne Bör­sen­ent­wick­lun­gen scha­det hier­bei sicher­lich nicht. Auch die Berück­sich­ti­gung über­ge­ord­ne­ter volks­wirt­schaft­li­cher Zusam­men­hän­ge ist in die­sem Kon­text zu emp­feh­len.

Alter­na­tiv kann man sich natür­lich auch Stra­te­gi­en ande­rer Inves­to­ren bedie­nen. Dies eröff­net sogar zusätz­lich die Mög­lich­keit ver­schie­de­ne Stra­te­gi­en par­al­lel zu ver­fol­gen. Wich­tig hier­bei ist aber, dass die­se Fremd-Stra­te­gi­en trotz­dem ver­stan­den sein müs­sen, damit sie auch über die jewei­li­gen „stra­te­gie­be­ding­ten“ Schwä­che­pha­sen hin­weg mit einem guten Gefühl durch­ge­hal­ten wer­den.

 

Dis­c­lai­mer:

Der obi­ge Kom­men­tar gilt nicht als Finanz­ana­ly­se und spie­gelt ledig­lich die Mei­nung des Ver­fas­sers wie­der. Ins­be­son­de­re stellt der Markt­kom­men­tar weder eine Anla­ge­be­ra­tung noch eine Auf­for­de­rung zum Erwerb oder zur Ver­äu­ße­rung von Finanz­in­stru­men­ten dar. Er dient aus­schließ­lich zu Infor­ma­ti­ons­zwe­cken.